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Natur-Sehenswürdigkeiten

 

Riserva Naturale del Lago di Vico

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faggeta2.jpg (23613 byte)Der Überlieferung zufolge soll Herkules, zu einer Kraftprobe herausgefordert, einen großen Baumstamm zur Erde geschleudert haben, der eine große Erdspalte bildete, aus der Wasser entsprang, das nach und nach das ganze Tal füllte und so den Vico-See bildete. In Wahrheit entstand nach einem Zusammenbruch des Vulkans Vicano eine Kratermulde, die,aus unterirdischen Quellen gespeist, in Jahrhunderten zu einem großen See wurde, dessen steilen Hänge sich mit undurchdringlichen Wäldern bedeckten, die man Cimina nannte. Als der römische Konsul Fabius diese durchqueren wollte, beschwor ihn der römische Senat, davon abzulassen, sosehr flößte dieser Wald, den noch niemand je durchquert hatte, Angst ein. Der Konsul jedoch ließ sich nicht abschrecken, durchquerte den Wald und markierte die Strecke, die später von der antiken Via Cassia benutzt wurde.

Im 16. Jh. senkten die Farnese das Niveau des Sees über einen unterirdischen Tunnel, bereits von den alten Etruskern gegraben, ab, um Weide- und bebaubares Land zu gewinnen. Dies ist die weite Ebene, heute vor allem dem Haselnußanbau gewidmet, die man von den Gebirgskämmen bewundern kann. Von diesen schweift der Blick über das gesamte Tal von über 3000 ha, von einem dichtbewachsenem Gebirgsring umgeben. In der Mitte erhebt sich der Monte Venere, 865 m hoch, der letzte, vor etwa 70.000 Jahren erloschene Vulkan. Die weiten, jahrhundertealten Buchenwälder, von über 35 m Höhe, wechseln sich mit nicht weniger mächtigen Zerreichenwäldern ab. Etwa 1000 ha bilden die jahrhundertealten Kastanienwälder und Haselnußkulturen, die die Haupteinnahmequelle dieser Gegend ausmachen. Die Landschaft dieses Gebiets ist eine der schönsten in Italien. Von großem Interesse ist die Marsch, Zuflucht für tausende Zug- und Standvögel, hauptsächlich Reiher, Enten und andere Schlammvögel, und die Buchenwälder des Monte Venere, des Monte Fogliano und des Monte Cimino (La Faggeta), vicopalud.jpg (6568 byte)im Sommer Zuflucht für die Bewohner Viterbos auf der Suche nach Kühle. Im Inneren des Schutzgebiets existiert eine Ringstraße, entlang derer Parkplätze , Rastplätze und beschilderte Wanderwege liegen. Campingplatz, Reitzentrum, Fuß- oder Fahrradwanderungen, Kanu-fahrten auf dem See: Auskunft und Beratung bei der Genossenschaft Coop. L'Idea im Centro Visite(Besucherzentrum) in Caprarola, Tel. 0761/637444.

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