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Der Überlieferung zufolge soll Herkules, zu einer
Kraftprobe herausgefordert, einen großen Baumstamm zur Erde
geschleudert haben, der eine große Erdspalte bildete, aus
der Wasser entsprang, das nach und nach das ganze Tal füllte
und so den Vico-See bildete. In Wahrheit entstand nach einem
Zusammenbruch des Vulkans Vicano eine Kratermulde, die,aus
unterirdischen Quellen gespeist, in Jahrhunderten zu einem
großen See wurde, dessen steilen Hänge sich mit undurchdringlichen
Wäldern bedeckten, die man Cimina nannte. Als der römische
Konsul Fabius diese durchqueren wollte, beschwor ihn der römische
Senat, davon abzulassen, sosehr flößte dieser Wald, den noch
niemand je durchquert hatte, Angst ein. Der Konsul jedoch
ließ sich nicht abschrecken, durchquerte den Wald und markierte
die Strecke, die später von der antiken Via Cassia benutzt
wurde.
Im
16. Jh. senkten die Farnese das Niveau des Sees über einen
unterirdischen Tunnel, bereits von den alten Etruskern gegraben,
ab, um Weide- und bebaubares Land zu gewinnen. Dies ist die
weite Ebene, heute vor allem dem Haselnußanbau gewidmet, die
man von den Gebirgskämmen bewundern kann. Von diesen schweift
der Blick über das gesamte Tal von über 3000 ha, von einem
dichtbewachsenem Gebirgsring umgeben. In der Mitte erhebt
sich der Monte Venere, 865 m hoch, der letzte, vor etwa 70.000
Jahren erloschene Vulkan. Die weiten, jahrhundertealten Buchenwälder,
von über 35 m Höhe, wechseln sich mit nicht weniger mächtigen
Zerreichenwäldern ab. Etwa 1000 ha bilden die jahrhundertealten
Kastanienwälder und Haselnußkulturen, die die Haupteinnahmequelle
dieser Gegend ausmachen. Die Landschaft dieses Gebiets ist
eine der schönsten in Italien. Von großem Interesse ist die
Marsch, Zuflucht für tausende Zug- und Standvögel, hauptsächlich
Reiher, Enten und andere Schlammvögel, und die Buchenwälder
des Monte Venere, des Monte Fogliano und des Monte Cimino
(La Faggeta), im
Sommer Zuflucht für die Bewohner Viterbos auf der Suche nach
Kühle. Im Inneren des Schutzgebiets existiert eine Ringstraße,
entlang derer Parkplätze , Rastplätze und beschilderte Wanderwege
liegen. Campingplatz, Reitzentrum, Fuß- oder Fahrradwanderungen,
Kanu-fahrten auf dem See: Auskunft und Beratung bei der Genossenschaft
Coop. L'Idea im Centro Visite(Besucherzentrum) in Caprarola,
Tel. 0761/637444.
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